Klenk Markus

Staatl. gepr. Übersetzer und Dolmetscher für Englisch; Fachgebiet Wirtschaft, Fachdolmetscher für Englisch und Italienisch; Englisch.

 

 

 

 

Wohnhaft in Weitnau (aus Überzeugung im Allgäu geblieben)

Beruflicher Werdegang:

  • 1993: Fachabitur FOS Kempten; nach einer handwerklichen Lehre und mehreren Jahren Berufserfahrung
  • 1993 – 94: Arbeit in meinem alten Beruf 
  • 1994 – 97 Studium an der Fachakademie für Fremdsprachenberufe Kempten
  • 1997 – 99 Erste Aufträge als freiberuflicher Übersetzer und Dolmetscher u.a. Übersetzung des im Via Verbis Verlages erschienenen Romans Spinners
  • 1999 – 2000 Studium am Sprachen und Dolmetscherinstitut München (Aufbaustudium Dolmetschen)
  • Ab Juli 2000: Tätigkeit als freiberuflicher Übersetzer und Dolmetscher mit Berufsschwerpunkt Dolmetschen.

Verdolmetschte Konferenzen und Meetings u.a. für: Sat 1/TV München, FC Bayern München, US Armee, Britische Rheinarmee, Bayerische Staatsministerien für Kultus und Landwirtschaft sowie einer Reihe von großen und mittelständischen Unternehmen.

Ab September 2000: Lehrtätigkeit für das Bayerische Kultusministerium (Telekolleg Englisch)

Ab September 2001: Lehrtätigkeit an der Fachakademie für Fremdsprachenberufe in den Fächern Fachkunde Wirtschaft Englisch, Vortragsdolmetschen, Fachübersetzung Englisch/Deutsch.

Wichtigste Weiterbildungsmaßnahme: Die Weitervermittlung von Wissen an angehende Übersetzer und Dolmetscher

Warum unser Beruf (k)ein Traumberuf ist…

Der Beruf des Übersetzers und Dolmetschers, und insbesondere der des Simultandolmetschers, wird ja im Allgemeinen als „cooler, gut bezahlter Traumberuf“ angesehen. Wer allerdings glaubt, dass Übersetzer und Dolmetscher ihr Geld damit verdienen, dass sie am Strand mit Laptop Harry-Potter-Romane übersetzen oder für Pro7 die Oskarverleihung in Hollywood verdolmetschen, sollte erst mal sicherstellen, dass er die richtigen (betuchten) Eltern für diese Art der aufregenden „Karriere“ hat.

Der berufliche Alltag sieht zumeist anders, und oftmals völlig unspektakulär, aus. Themen wie Betonbewehrung und Hochwasser-Rückhaltung sind nicht nur wenig spektakulär, sie erfordern auch ein hohes Maß an Vorbereitung und Recherche. In mühevoller Kleinarbeit bereitet man sich auf den Einsatz vor, sodass einem in der Kabine, unter Druck, dann auch die englische Entsprechung zu Wörtern wie Scherkräfte, Rückhaltebecken oder Transplantat einfällt. Nicht zu vergessen ist auch die hohe Verantwortung, die Dolmetscher und, noch mehr, Übersetzer teils auf sich laden. Fehlerhaft übersetzte Verträge können der Karriere ein abruptes und kostspieliges Ende bereiten; falsche Statik-Zahlen oder fehlerhaft übersetzte Aufbauanleitungen können im schlimmsten Fall Leben kosten. Wen all dies noch nicht abschreckt, dem sei noch gesagt, dass einer amerikanischen Studie zufolge der Stress, dem Simultandolmetscher in der Kabine ausgesetzt sind, vergleichbar mit dem eines Kampfpiloten im Einsatz ist…

Wenn aber die mühselige Recherche- und Vorbereitungsphase erst mal abgeschlossen ist, wenn man Menschen aus aller Herren Länder mit Kopfhörern im Auditorium sitzen sieht, die internationale Atmosphäre einer Konferenz schnuppert wenn der Redner aus Kathmandu die Zuhörer mit hocherhobenen, das Dach der Welt symbolisierenden, Armen begrüßt, und wenn man darüber hinaus eine(n) Partner(in) neben sich in der Kabine hat, auf die/den man sich verlassen kann, dann kann der Beruf des Sprachmittlers zum Traumberuf werden.

Außer den linguistischen Fähigkeiten und dem Stehvermögen, das Übersetzer und vor allem Dolmetscher auszeichnet, ist unser Wissen sicherlich unsere wichtigste „Waffe“ um im beruflichen Alltag erfolgreich zu sein. Eine der schönen Seiten unseres Berufes ist, dass man nie weiß, was als nächstes kommt – dass man nie weiß, ob einen die langweiligen Abhandlungen über Bretton Woods, Leitzinsen und Commodity Hedging von Herr Klenk im Fachkundeunterricht nicht doch mal einholen. Und wenn man Glück hat, dann gesellen sich zu den wenig aufregenden, oben genannten Themen im beruflichen Alltag dann halt doch interessante und spannende Einsätze wie etwa bei Rundfunk und Fernsehen.

  • Bisher spannendster Auftrag: Bayern München – Manchester United, Fußball Champions League
  • Bisher interessantester verdolmetschter Beitrag: Bergung des Zerstörers USS Cole nach einem Terroranschlag aus Yemenitischen Gewässern. Vortrag eines Sicherheitsbeamten der US-Streitkräfte
  • Bisher exotischste Dolmetschthemen: in aufsteigender Reihenfolge: Marktforschungsstudien zu den Themen Band und Fadenwürmer in Haustieren, Deo-Pads für Damenbinden, Premature Ejaculation (wen’s interessiert bitte selbst nachschlagen!)
  • Bisher nervigste/stressigste Verdolmetschung: Beiträge von selbstgefälligen Münchner Ärzten, die nuschelnd und meilenweit vom Mikrophon entfernt, über schwierige Themen wie Knochenmarkstransplantation oder Brustkrebs referieren.
  • Bisher langweiligstes Dolmetschthema: schwer zu sagen… entweder baurechtliche Bestimmungen des Augsburger Hochbauamtes… oder vielleicht doch die spannenden Ausführungen eines Kommunalpolitikers (den ich hier nicht nennen möchte…) zum Thema Verwaltungsgemeinschaften in Bayern

 

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