Fazit nach drei Jahren Fachakademie

"Wäre es möglich, dass Sie einen Artikel verfassen, in dem Sie auf die Dinge eingehen, die Ihnen im Zusammenhang mit dem Studium bei uns wichtig erscheinen, und die Fachakademie aus Ihrer Sicht schildern?"

Das waren die Worte von Frau Dr. Guske. Und nun sitze ich hier und starre auf die 17-Zoll große, schwarz umrandete Leere vor mir.

Was sind die vielen Dinge, die das Studentenleben an der Fachakademie für Fremdsprachenberufe so interessant machen und die so viel Spaß bereiten, dass sich einige Studenten freiwillig ein viertes Jahr einschreiben (um die Staatsexamensnote zu verbessern und die Externenprüfung zum "Bachelor Übersetzen in Angriff zu nehmen)?

Sind es die kleinen Klassen, die einem ein familiäres Gefühl vermitteln und es den Dozenten ermöglichen, besser auf ihre "Zöglinge" einzugehen?

Ist es die offene und freundliche Art der Dozenten, die immer ein offenes Ohr für die Studenten haben und (fast) immer gut gelaunt sind?

Oder sind es die vielen "Events", wie beispielsweise der FAK-Stammtisch, bei dem Studenten und Dozenten monatlich in einer lockeren Runde zusammenkommen, um dort miteinander bei einem kühlen Bier, bei Cola oder Latte Macchiato über alles Mögliche zu reden oder kleinere Probleme auf dem "Obergefreiten-Dienstweg" zu lösen? Viele Fragen konnten auf diesen Treffen schon geklärt werden, weil entweder eine/r der Dozent(inn)en oder eine/r der "Fast-Profis" der Fachakademie-III mit Rat und Tat zu Verfügung standen.

Auch bei anderen Veranstaltungen, wie dem jährlichen Dachterrassen-Fest zum Abschluss des Schuljahres, der fast schon legendären Weihnachtsfeier und den ebenso kulturell bildenden, wie auch unterhaltsamen Studienfahrten, die uns bisher u.a. nach Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt, Straßburg, London und New York geführt haben, wurde der Austausch zwischen den Studenten wie auch den Studenten und Dozenten gefördert.

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Last, but not least haben natürlich die wirklich engagierten Dozenten aus aller Herren Länder, die für (fast) jeden Spaß zu haben sind, uns immer wieder motiviert und – wenn es nötig war –, aufgebaut und jederzeit mit wertvollen Hilfestellungen und Tipps versorgt. Unter anderem hat auch die sehr gute technische Ausstattung der Schule mit Computerräumen und Sprachlabor, Biblio- bzw. Videothek (oder heißt es DVD-Thek? *;-)*) und guten Multimedia-Einrichtungen dazu beigetragen, den umfangreichen Lehrstoff anschaulich zu vermitteln.

Da die Ausbildung zu einem großen Teil von Muttersprachlern durchgeführt wird, werden auch immer spezielle sprachliche und landeskundliche Eigenheiten vermittelt, von denen man vorher, in der normalen schulischen Ausbildung, noch nie etwas gehört hatte, und die dann im Berufsleben zu mehr oder weniger peinlichen Situationen führen könnten, sollte man sie nicht kennen.

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Jedem, der an der Fachakademie studieren möchte, sollte bewusst sein, dass das jeweilige Fachgebiet – hier in Kempten also "Wirtschaft" – ab dem zweiten Studienjahr breiten Raum einnimmt. Grundlegendes Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen vorausgesetzt, können während des Studiums Sprache, Kultur und Wirtschaft sinnvoll miteinander vernetzt werden. Dies ist nicht nur für das Staatsexamen von Nutzen, sondern vor allem für das spätere Berufsleben, wo die entsprechenden Kenntnisse bzw. die dabei erworbene Fähigkeit, sich neue Fachgebiete eigenständig erschließen zu können, von großem Wert sind. 

Auf jeden Fall wird man in allen Fächern sehr gut und umfassend auf die Prüfungen vorbereitet, und das auf so breiter Ebene, dass man in der Prüfung eigentlich nicht überrascht werden kann. Besonders gut gefällt mir, dass nach den schriftlichen Prüfungen Hauptaugenmerk auf die für die mündlichen Prüfungen relevanten Fächer gelegt wird. So wird zum Beispiel noch einmal deutsche, britische und amerikanische Landeskunde wiederholt. Ebenso werden für diejenigen, die sich auch für die Dolmetscher-Laufbahn entschieden haben, zusätzliche Stunden eingerichtet, um bei der Prüfung möglichst eine punktgenaue Landung hinlegen zu können.

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Ich denke, dass all diese Punkte zu der schönen und lehrreichen Zeit an der Fachakademie beigetragen haben und uns Studenten so manchen Lernstress erleichtert haben.

Mirko Buzov – Sprecher der Studierenden

 

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