Berufsbild Übersetzer/in und Dolmetscher/in

Übersetzer, die mit der Aufgabe betraut werden, Texte aus der Fremdsprache in die Muttersprache und umgekehrt zu übertragen, sehen sich so vielen verschiedenen Einsatzbereichen gegenüber, dass bei der Wahl der Beschäftigung entweder der Ausbildung im jeweiligen Fachgebiet oder aber den entsprechenden Neigungen Rechnung getragen werden kann. Demzufolge wird sich der eine eher für eine Anstellung im gewerblich-technischen Bereich entscheiden, der andere unter Umständen eine fachlich breit gefächerte freiberufliche Tätigkeit wählen. Und so weisen die Zahlen auch beinahe 50 % Freiberufler unter den Übersetzern aus. Von denen sind wiederum fast 50 % in der Wirtschaft tätig, der Rest im Öffentlichen Dienst und in Übersetzungsbüros. Lokalisierung von Software, Websites und Computerspielen sowie die Untertitelung von DVDs werden immer wichtigere Betätigungsfelder für Übersetzer.

Daraus ergibt sich ganz klar eine breite Fächerung der Sachgebiete, die dem Übersetzer offenstehen, so dass er sich in seiner Arbeit in der Industrie, in großen Wirtschaftsunternehmen, bei Banken, Flug- und Schifffahrtsgesellschaften, bei Rundfunk- und Fernsehanstalten, im Bildungswesen und bei Verlagen sowie bei internationalen Organisationen spezialisieren kann auf Technik, Recht, Wirtschaft, Naturwissenschaft und Medizin, Geisteswissenschaften,etc.

Ganz unabhängig von der Art der Spezialisierung muss er allerdings in jedem Fall in der Lage sein, fachliche Zusammenhänge zu verstehen, um dann unter Zuhilfenahme entsprechender Fachliteratur, Wörterbücher und Glossare eine sachlich und sprachlich korrekte Übersetzung anzufertigen.

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Absolventen unserer Fachakademie sind beispielsweise für das Auswärtige Amt in Moskau und in Brasilia, am Max-Planck-Institut in Brüssel oder im Event-Management für große Formel-1 Veranstaltungen genauso tätig wie in weltweit agierenden Logistik-Unternehmen, im Tourismus oder der Modewelt, bei Entwicklungshilfeorganisationen oder Übersetzungsbüros und Lokalisierungsfirmen von London bis Los Angeles.

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Dolmetscher sind im Allgemeinen damit betraut, mündlich aus der Fremdsprache in die Muttersprache und umgekehrt zu übertragen, so dass sie bei Gericht, bei Verhandlungen und Konferenzen, auf Messen und Ausstellungen sowie bei Tagungen und Kongressen zum Einsatz kommen. Beim Dolmetschen unterscheidet man das – jedermann sicherlich aus dem Fernsehen bekannte – Simultandolmetschen (mit dem "Knopf im Ohr") und die Sonderform Flüsterdolmetschen ("Chuchotage") auf der einen Seite und das Konsekutiv- oder "Vortrags"-Dolmetschen auf der anderen Seite. Das Verhandlungs- und Gesprächsdolmetschen, also die Wiedergabe kürzerer Passagen, ist eine Form der mündlichen Sprachmittlung, mit der – im Unterschied zu den vorgenannten – bisweilen auch Übersetzer beauftragt werden können.

 

Neue Einsatzbereiche kristallisieren sich inzwischen verstärkt im Bereich des Community Interpreting – des "Gemeindedolmetschens" – im Sozial- und Gesundheitswesen, also bei Ämtern und Behörden oder in Krankenhäusern, heraus.

Dolmetschen setzt natürlich die Bereitschaft zur Mobilität voraus und erfordert lebenslanges Lernen und Einarbeiten in immer neue Fachgebiete und Sachverhalte, es eröffnet aber beispielsweise in der Kombination mit freiberuflicher Übersetzertätigkeit ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld.

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Berufsbild „Übersetzer/Dolmetscher“ Transforum

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